Der Ruf des Absinths
Absinth gilt seit dem 19. Jahrhundert als mystisches, gefährliches Getränk. Sein schlechter Ruf führte sogar zur Bezeichnung eines eigenen Krankheitsbildes: „Absinthismus“. Die erste industrielle Absinth-Destillerie eröffnete Henri Louis Pernod im Jahr 1805.
Absinth wird aus Wermut und weiteren Kräutern destilliert. Ein natürlicher Bestandteil des Wermuts ist Thujon, dem früher eine stark gesundheitsschädliche Wirkung zugeschrieben wurde.
Historische Zwischenfälle und Verbote
Mehrere dramatische Ereignisse wurden damals mit dem Konsum von Absinth in Verbindung gebracht – darunter:
- van Goghs abgeschnittenes Ohr
- ein Familienmord in der Schweiz
- zahlreiche Fälle angeblicher Erblindungen
Diese Vorfälle führten zu Bürgerinitiativen, die ein Verbot forderten. In Deutschland waren von 1923 bis 1999 Lebensmittel mit Thujon tatsächlich verboten.
Heutige Grenzwerte und wissenschaftliche Erkenntnisse
Heute ist Absinth in der EU wieder erlaubt – allerdings nur, wenn der Thujongehalt 35 mg/Liter nicht überschreitet.
Frühere Schätzungen gingen davon aus, dass Absinth im 19. Jahrhundert bis zu 250 mg/Liter Thujon enthalten habe. Das hätte die angeblichen Vergiftungen und Erblindungen erklären können.
Doch neue Untersuchungen von 13 historischen Absinthproben (vor 1915) zeigen ein anderes Bild:
- Thujongehalt: 0,5 bis 48,3 mg/Liter
- Durchschnitt: 33,3 mg/Liter
- Damit unterhalb des heutigen EU-Grenzwertes
Auch andere Bestandteile erwiesen sich als toxikologisch unbedenklich.
Die früheren extremen Schätzungen waren also falsch. Es fand sich nichts, was die historischen Mythen über „Blindwerden“ oder „Absinthismus“ wissenschaftlich bestätigen könnte.
Das tatsächliche Risiko: Alkohol
Unabhängig von Thujon bleibt eine Tatsache bestehen:
Absinth ist ein hochprozentiges alkoholisches Getränk.
Der enthaltene Trinkalkohol (Ethanol) ist selbst ein Giftstoff und birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Damit ist Absinth – trotz moderner Grenzwerte – alles andere als gesundheitsfördernd.
Der Ruf des Absinths
Absinth gilt seit dem 19. Jahrhundert als mystisches, gefährliches Getränk. Sein schlechter Ruf führte sogar zur Bezeichnung eines eigenen Krankheitsbildes: „Absinthismus“. Die erste industrielle Absinth-Destillerie eröffnete Henri Louis Pernod im Jahr 1805.
Absinth wird aus Wermut und weiteren Kräutern destilliert. Ein natürlicher Bestandteil des Wermuts ist Thujon, dem früher eine stark gesundheitsschädliche Wirkung zugeschrieben wurde.
Historische Zwischenfälle und Verbote
Mehrere dramatische Ereignisse wurden damals mit dem Konsum von Absinth in Verbindung gebracht – darunter:
- van Goghs abgeschnittenes Ohr
- ein Familienmord in der Schweiz
- zahlreiche Fälle angeblicher Erblindungen
Diese Vorfälle führten zu Bürgerinitiativen, die ein Verbot forderten. In Deutschland waren von 1923 bis 1999 Lebensmittel mit Thujon tatsächlich verboten.
Heutige Grenzwerte und wissenschaftliche Erkenntnisse
Heute ist Absinth in der EU wieder erlaubt – allerdings nur, wenn der Thujongehalt 35 mg/Liter nicht überschreitet.
Frühere Schätzungen gingen davon aus, dass Absinth im 19. Jahrhundert bis zu 250 mg/Liter Thujon enthalten habe. Das hätte die angeblichen Vergiftungen und Erblindungen erklären können.
Doch neue Untersuchungen von 13 historischen Absinthproben (vor 1915) zeigen ein anderes Bild:
- Thujongehalt: 0,5 bis 48,3 mg/Liter
- Durchschnitt: 33,3 mg/Liter
- Damit unterhalb des heutigen EU-Grenzwertes
Auch andere Bestandteile erwiesen sich als toxikologisch unbedenklich.
Die früheren extremen Schätzungen waren also falsch. Es fand sich nichts, was die historischen Mythen über „Blindwerden“ oder „Absinthismus“ wissenschaftlich bestätigen könnte.
Das tatsächliche Risiko: Alkohol
Unabhängig von Thujon bleibt eine Tatsache bestehen:
Absinth ist ein hochprozentiges alkoholisches Getränk.
Der enthaltene Trinkalkohol (Ethanol) ist selbst ein Giftstoff und birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Damit ist Absinth – trotz moderner Grenzwerte – alles andere als gesundheitsfördernd.